Änderungen in Wochenruhezeiten!

von Reinhard Aßmann (Kommentare: 0)

                                                    Der Artikel 8 neu

Der Artikel 8 wird wie folgt geändert :

a ) Absatz 6 erhält folgende Fassung :

„ ( 6 ) In zwei jeweils aufeinander Wochen hat der Fahrer mindestens folgende Ruhezeiten einzuhalten :

a ) zwei regelmäßige wöchentliche  Ruhezeiten oder

b ) eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit oder eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit von mindestens 24 Stunden .

Eine wöchentliche Ruhezeit beginnt spätestens am Ende von sechs 24 Stunden – Zeiträumen nach dem Ende der vorangegangenen wöchentlichen Ruhezeit .

Abweichend von Unterabsatz 1 kann ein im grenzüberschreitenden Güterverkehr tätiger Fahrer außerhalb des Mitgliedstaats  der Niederlassung zwei aufeinanderfolgende reduzierte wöchentliche Ruhezeiten einlegen , sofern der Fahrer in vier jeweils aufeinanderfolgenden Wochen mindestens vier wöchentliche Ruhezeiten einlegt , von denen mindestens zwei regelmäßige wöchentliche Ruhezeiten sein müssen.

Für den Zweck dieses Absatzes gilt ein Fahrer als ein im grenzüberschreitenden Verkehr tätig , wenn der Fahrer die zwei aufeinanderfolgenden reduzierten wöchentlichen Ruhezeiten außerhalb des Mitgliedstaats der Niederlassung des Arbeitgebers  und des Landes des Wohnsitzes des Fahrers beginnt . „

b ) Folgendes Absatz wird eingefügt :

„ ( 6 b ) Jede Reduzierung der wöchentlichen Ruhezeit ist durch eine gleichwertige Ruhezeit auszugleichen, die ohne Unterbrechung vor dem Ende der dritten Woche nach der betreffenden Woche zu nehmen ist .

Wurden zwei reduzierte wöchentliche Ruhezeiten gemäß Absatz 6 Unterabsatz  3 nacheinander eingelegt , ist die nächste Ruhezeit  - als Ausgleich für diese zwei reduzierten wöchentlichen Ruhezeiten  - vor dem darauffolgenden wöchentlichen Ruhezeiten einzulegen .

C ) Absatz 8 erhält folgende Fassung:

„ ( 8 ) Die regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeiten und jede wöchentliche Ruhezeit von mehr als 45 Stunden , die als Ausgleich für die vorherige verkürzte wöchentliche Ruhezeit eingelegt wird , dürfen nicht in einem Fahrzeug verbracht werden. Sie sind in einer geeigneten geschlechtergerechten Unterkunft mit angemessenen Schlafgelegenheiten und sanitären Einrichtungen zu verbringen .

Alle Kosten für die Unterbringung außerhalb des Fahrzeugs werden vom Arbeitgeber getragen .

 1-Folgende Absatz wird eingefügt :

„ ( 8 a ) Verkehrsunternehmen planen die Arbeit der Fahrer so , dass jeder Fahrer in der Lage ist , innerhalb  jedes Zeitraums von vier aufeinanderfolgenden Wochen zu der im Mitgliedstaat der Niederlassung des Arbeitgebers gelegenen Betriebsstätte des Arbeitgebers , der der Fahrer normalerweise zugeordnet ist und an der er seine wöchentliche Ruhezeit beginnt , oder zu seinem Wohnsitz zurückzukehren , um dort mindestens eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit oder eine wöchentliche Ruhezeit von mehr als 45 Stunden als Ausgleich für eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit zu verbringen .

Hat der Fahrer jedoch zwei aufeinanderfolgende reduzierte wöchentliche Ruhezeiten gemäß Absatz 6 eingelegt , muss das Verkehrsunternehmen die Arbeit des Fahrers so planen , dass dieser in der Lage ist , bereits  vor Beginn der regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeit von mehr als 45 Stunden , die als Ausgleich eingelegt wird , zurückzukehren .

Das Unternehmen dokumentiert , wie es diese Verpflichtung erfüllt, und es bewahrt die betreffenden Unterlagen in seinen Geschäftsräumen auf , damit sie auf Verlangen der Kontrollbehörden vorgelegt werden können .

Das sollten wir erst einmal bis hierhin auf uns einwirken lassen .

Da stellt sich dann die Frage ( hoffentlich nicht in unserem schweren Arbeitsalltag ) , was machen wir wenn unser „ Anweisungsberechtigter „ meint die oben genannten Vorgaben ignorieren zu können ? Oder Anweisung gibt , auf geht’s weiter …..?

Auf einige Möglichkeiten kommt ihr bestimmt selber  , dass wissen wir aus der eignen Berufserfahrung ( 41 Jahre ) .

Als letztes Mittel der umgekehrten „ Erziehung „ war seit dem Jahr  2006 sehr Erfolgreich folgendes Handeln .

Nach der Ankunft am angewiesenen Zielort haben wir uns daran gemacht einen sofort getätigten Ausdruck auf de Rückseite zu „ verschönern „ ! Verstoß gegen die Vorgaben der 561/2006/EG auf Anweisung des Disponenten ( Kollege ganz Schlau ) . Berufe mich auf Artikel 10 der 561/2006/EG Absatz 2 bis 5 . Eine Kopie beider Seiten erhielt dann der Disponent das Ordinal kam zu uns nach Hause ! Warum ? Nun sollte es eine Betriebskontrolle geben waren diese „ Experten „ mit dran . Nach einiger Zeit waren die am Telefon viel Freundlicher und auch die Wortwahl kam uns entgegen . Wir vom BR hatten viel mehr Zeit um andere wichtige Dinge zu regeln.

 

Euch allen ein gute Fahrt euer R. Aßmann , und der gesamte Vorstand der

 KFG/NRW

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