Arbeitnehmer brauchen Wahlfreiheit

von Reinhard Aßmann (Kommentare: 0)

Hab ich nicht die Freiheit?

Die Verantwortlichen der Kraftfahrergewerkschaft (KFG) in Nordrhein-Westfalen, mit Landesvorsitzenden Reinhard Aßmann, sind der Ansicht, dass jeder Arbeitnehmer sich in der Gewerkschaft organisieren sollte, die nach seiner Ansicht die Probleme im Arbeitsleben am besten vertritt. Die KFG kann nicht verstehen, dass die Politik unter dem Deckmantel der Tarifeinheit, den arbeitenden Menschen indirekt vorschreiben will, wer in Zukunft seine Interessen vertritt.

Als Begründung muss immer das Argument der Zunahme an Streiktagen herhalten. Nur dieses Argument basiert auf irreführenden Zahlen und einer verkehrten Wahrnehmung. So wurden im Jahr 2006 noch 429.000 Streiktage in Deutschland gezählt. Im Jahr 2011 waren es knapp 70.000 Streiktage und im Jahr 2012 ca. 86.000 Streiktage! Außerdem kommen alle Streiktage aus den Reihen des DGB und seinen Einzelgewerkschaften.

Von einer Zunahme an Streiktagen kann also überhaupt keine Rede sein. Vielmehr von einer Koalition von DGB, der Deutschen Bundesregierung und viele Funktionären aus der Politik, um erfolgreiche und unliebsamem Konkurrenz der Fachgewerkschaften, insbesondere der CGB und der KFG, die notwendige Durchsetzungsfähigkeit zu nehmen.

Wie dem Zahlenwerk zu entnehmen ist, bestehen aus der Sicht der Kraftfahrergewerkschaft weder ein juristischer noch wirtschaftlicher Grund, die Wahlfreiheit und die Grundrechte der Arbeitnehmer/innen einzuschränken. Auch Fachgewerkschaften können eine gesunde und stabile Sozialpartnerschaft aufweisen und die legitimen Interessen ihrer Mitglieder verantwortungsvoll vertreten.

Der Landesvorstand der KFG/NRW fordert daher alle Verantwortlichen in der Politik und den zuständigen Verbänden auf, auf die geplante gesetzliche Einschränkung der sogenannten Tarifeinheit zu verzichten.

Nach dem Grundgesetz sind die Rechte der Arbeitnehmer auf Wahlfreiheit des Arbeitnehmervertreters geschützt und daher kann es in Deutschland keine Einheitsgewerkschaft geben.

 

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Aßmann

Landesvorsitzender der KFG NRW

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