Die Arge und wir!

von Ralf Vüllings (Kommentare: 0)

Jeder von uns kann in diesen schlimmen Zeiten befürchten das man „Freigesetzt„wird also Entlassen . Das Verschwinden von ganzen Branchen und Industriezweigen sind doch nicht Vertrauens einflößend für uns. Wir transportieren Teile in die Unternehmen und holen fertige Produkte dort ab und wenn diese Unternehmen im Ausland weiter Produzieren und nicht hier gehen irgendwann auch unsere Arbeitsplätze verloren. Soweit zu unseren realen Befürchtungen die wir Teilen mit den Arbeitnehmern in den Metall Betrieben bei den vielen Mittelstands Unternehmen und deren Personal.

Was wenn aber das Kind in den Brunnen gefallen ist und wir sind Arbeitslos? Kann uns die Arge jeden ihr gefälligen Job „aufzwingen„?

Das müssen wir sagen, eigentlich ja! Denn so ist die Realität, es muss vom Arbeitslosen jedes zumutbare Arbeitsangebot angenommen werden! Die gesetzliche Regelung dazu steht im Sozialgesetzbuch (SGB III) und dort im § 140. Dort ist alles genau geregelt was zumutbar für euch ist.

An dieser Stelle ist festgelegt das z.B. arbeitslose Personen auch Angebote annehmen müssen, die nichts mit der bisherigen beruflichen Tätigkeit oder der eigenen Ausbildung zu tun haben. Ist eine angebotene neue Arbeitsstelle etwa befristet oder aber jetzt weiter entfernt besteht, macht dieses Angebot auch nicht unzumutbar und wir müssen diese Stelle annehmen.

Aber halt das gibt es ein wichtiges Kriterium auf Ablehnung auf eurer Seite! Das ist dann der Fall, wenn die neue angebotene Arbeitsstelle gegen tarifvertragliche Regelungen oder eben Bestimmungen verstößt. Also, die angebotenen Vergütungen dürfen nicht geringer ausfallen als im geltenden Tarifvertrag vereinbart worden ist. Natürlich wäre auch ein Verstoß gegen das Mindestlohngesetz unzulässig und somit für euch ein Argument die angebotene Arbeitsstelle abzulehnen.

Eventuell kommt für euch noch das Gegenargument in Frage, wenn die Pendelzeiten zwischen eurer Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang ist. Faustformel für euch sollte sein, mehr als 2 ½ Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden sollten von euch nicht akzeptiert werden.

Wir wünschen euch das euch das alles nicht widerfährt eure zuverlässigen Kollegen in allen wichtigen Fragen des Arbeitslebens eure KFG

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