Koalitionsfreiheit für Gewerkschaften

von Ralf Vüllings (Kommentare: 0)

Es ist schon traurig das man selbst darauf hinweisen muss, dass das Gewerkschaftsrecht in Deutschland und auch in der EU sowie Europa insgesamt Angriffen ausgesetzt ist. Die Gründung von freien und unabhängigen Gewerkschaften wird in Deutschland durch die aktuelle Rechtsprechung der letzten Zeit massiv erschwert. Diese orientiert sich an gesellschaftlichen Bedingungen, die Jahrzehnte zurückliegen und deren Voraussetzungen heute in dieser Form nicht mehr existieren.

Dieses entspricht nicht der Einstufung der Gewerkschaftsfreiheit als Menschenrecht.

Wenn eine von der Arbeitnehmerschaft frei gebildete und unabhängig agierende, demokratisch legitimierte Organisation gegründet wurde, die sich selbst zur Aufgabe gemacht hat, die eigenen Arbeitnehmerinteressen wahrzunehmen, dann ist diese Organisation auch selbstverständlich eine Gewerkschaft.

Die Entwicklung der letzten Jahre in Deutschland hat gezeigt, dass die staatlichen Kontrollmechanismen des Gewerkschaftsstatus, die ursprünglich dazu angelegt waren, sicherzustellen, dass Gewerkschaften nicht zum Spielball der Arbeitgeber werden, mehr und mehr missbraucht werden.

Der Missbrauch liegt darin, dass diese Verfahren nur noch dazu genutzt werden, unbequeme und damit die unliebsame gewerkschaftliche Konkurrenz aus dem Weg zu räumen.

Jede staatliche Entscheidung, mit der einer Gewerkschaft ihr Status abgesprochen wird, entzieht deren Mitgliedern auch ihr naturgegebenes Recht auf Koalitionsfreiheit. Sie werden daran gehindert, innerhalb der Gewerkschaft ihrer Wahl für ihre Regelungen der Arbeitsbedingungen einzutreten.

Die Ausübung des Gewerkschaftsrechts in einer Gewerkschaft eigener Wahl ist ein unveräußerliches Menschenrecht. Daher werdet auch ihr ganz bewusstes Mitglied der unabhängigen Kraftfahrergewerkschaft!

Wir werden uns für euch und eure legitimen Interessen nach wie vor, ja sogar stärker Einsetzen und das auch auf der europäischen Ebene!

Bleibt uns Gewogen

Eure KFG

 

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