Krankmeldungen in Corona Zeiten

von Manfred Gadau (Kommentare: 0)

Auch in Corona Zeiten müssen wir als Arbeitnehmer unseren Arbeitgeber „Unverzüglich von unserer Krankschreibung informieren! Und das spätestens zu Arbeitsbeginn am nächsten Arbeitstag!

Und da stellt sich in größeren Unternehmen schon die Frage wen müssen wir über unsere Krankschreibung unverzüglich Informieren?

Das kann schon ein Vorgesetzter wie etwa der Disponent oder eine andere Person sein die vom Arbeitgeber vorgesehen. Etwa auch ein Büro Leiter etwa. Auch eine vom Arbeitgeber eingerichtete Personalabteilung, ist in manchen Unternehmen oder Speditionen durchaus die richtige Anlaufstelle. Und nein, eine entsprechende Meldung an den Betriebsrat oder einem guten Kollegen reicht hier nicht aus. Klar doch Kollegen oder Familienangehörige können und sollten auch in bestimmten Fällen schon vorweg den Arbeitgeber zu informieren.

Auch kann man es per Telefon oder etwa einer Mail! Verkehrt ist es nicht in einem solchen Fall zur Absicherung dann einen Familienangehörigen oder einem anderen Partner zuhören zu lassen als Zeuge für einen Extremfall. Denn auf diese Weise kann der Krank gemeldete im Zweifel oder Streitfall beweisen, dass er den Anruf tatsächlich getätigt hat. Egal auf welche andere Art der Meldung, wichtig ist immer das es ohne Zeugen ein Risiko durch die Datenübermittlung geben kann.

Und natürlich wie sonst auch gilt der Grundsatz, dass Art und Ursache der aufgetretenen Krankheit deine Privatsache ist! Diese hat deinen Vorgesetzten und auch deinem Arbeitgeber nicht zu interessieren! Da gibt es eine Ausnahme, dass ist, wenn ihr eine ansteckende Krankheit mit euch tragt! Das können die bekannten wie Masern, Mumps, Hepatitis B und auch Influenza und natürlich auch jetzt zu dieser Zeit eben Corona sein. Der Arbeitgeber muss die Möglichkeit haben Gegenmaßnahmen zum Schutz der anderen Belegschaft durchführen zu können. Stellt euren behandelnden Hausarzt zur Sicherheit die Frage, ob ihr euren Arbeitgeber über euer Krankheitsbild unterrichten müsst oder auch nicht.Eine Informationspflicht der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber besteht also dann, wenn ein Infektionsrisiko besteht wie zurzeit bei COVID -19. Hat jemand aus der Verwaltung einer Speditionen in Homeoffice gearbeitet besteht das anstecken anderer nicht, so muss er die Art seiner eventuellen Erkrankung wiederum nicht anzeigen.

Standard ist und bleibt, eine Krankschreibung muss spätestens am vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit beim Arbeitgeber vorliegen. Dabei zählen Wochenende und auch Feiertage mit! Eine Möglichkeit, Krankschreibung einscannen oder auch mailen, wenn alle Stricke reißen einen Familienangehörigen zur Firma fahren lassen. Und aufpassen! Es gibt Arbeitgeber, die diese Krankschreibungen schon ab dem ersten Tag verlangen können. Das ist in den dort gültigen Tarifverträgen oder auch Betriebsvereinbarungen geregelt.

Und natürlich, ihr dürft währen der Arbeitszeit bei Bedarf einen Arzt aufsuchen. Aber nicht vergessen das auch dem Arbeitgeber mitzuteilen .Zurück zu Corona! Es kann geschehen und auch notwendig sein das eingeschaltete Behörden ein berufliches „Tätigkeitsverbot“ auf Grundlage des Infektionsschutzgesetz aussprechen. Dann ist allerdings allen Beschäftigten verboten, auch bei gesundheitlich und körperlicher guter Verfassung vorzeitig an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren!

Wir hoffen dass ihr alle gut durch diese Zeiten kommt!

 

Eure Fachgewerkschaft 

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