Manche Arbeitgeber lernen es nie …....

von Manfred Gadau (Kommentare: 0)

Kann es so schwer sein als Arbeitgeber eine ordnungsgemäße Kündigung in die Wege zu leiten? Diese Frage stellt sich wohl vielen Arbeitnehmern und deren Interessenvertretern. Es kann doch nicht so schwer sein den gesetzlichen eindeutigen Regelungen folge zu leisten?

Da haben wir schon einmal das schwierigste Thema der fristlosen Kündigung! Geht das einfach so Oder et Mufti? Dazu ein klares Nein! Denn der Arbeitgeber muss in der Regel vor einer fristlosen Kündigung erst einmal Abmahnen! Und das hat seine Gründe. Denn die Abmahnung soll ja dem Arbeitnehmer vor Augen führen was genau zu bemängeln an seinem Verhalten ist, und ihm die Möglichkeit einräumen diese in Zukunft zu vermeiden.

Und dann das wirklich schwierige Thema der Probezeit!

Auch in der Probezeit, welche ja bekanntlich auf eine Laufzeit von sechs Monaten zwischen dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbart werden kann, ist eine ordentliche fristgerechte Kündigung ohne Angaben von Gründen möglich. Das heißt im Klartext zwei Wochen an Kündigungsfrist sind unbedingt vom Arbeitgeber einzuhalten.

Und das ist für den Arbeitnehmer von großer Bedeutung, denn eine fristlose verhaltensbedingte Kündigung führt bekanntlich beim Arbeitslosengeld zu einer schmerzhaften Sperrzeit von drei Monaten. Und das wird dann noch schlimmer, weil der folgende Anspruch auf Arbeitslosengeld um ein Viertel gekürzt wird. Das ist für Arbeitnehmer wichtig zu bedenken, welche einen Anspruch von Arbeitslosengeld von mehr als zwölf Monaten haben.

Nur wenn eine Pflichtverletzung des betroffenen Arbeitnehmer so schwerwiegend gewesen wäre (Sexuell Nötigung, Gewalt etwa nur als Beispiel), dass eine Abmahnung ausnahmsweise entbehrlich gewesen wäre,könnte eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden.

Dazu gab es einmal ein beispielhaftes Verfahren vor dem Landesarbeitsgericht von Schleswig – Holstein. Urteil vom 03.06.2020 Aktenzeichen 1 Sa 72 / 20

Mit kollegialen Grüßen …...........

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