Ohne große Studie

von Reinhard Aßmann (Kommentare: 0)

Wir bekamen von einem Kollegen eine Anfrage, dass es sich ihm nicht erschließt, warum er in seinem LKW, der nicht mit einer Klima Standanlage ausgestattet ist bei dieser wieder aufkommenden Hitze in der (Zitat von mir) Gummi Bereiften Sauna übernachten muss, er würde darin regelrecht „Aufgebacken“ und kann weder Schlafen noch sonst zu Ruhe kommen!

Seine Bemerkung trifft es auf den Kopf, in dem er darauf hinwies, dass in der letzten Zeit das Thema der Fahrer dankenswerter Weise aufgezeigt wurde von den Fahrern, die schon einmal beim Fahren eingeschlafen waren!

Und er hat recht, wie so viele von uns die ohne große wissenschaftliche Arbeit den klaren Grund für derartige unhaltbaren Arbeitsbedingungen kennen. Eines muss auch gesagt werden, solang der Gesetzgeber keine eindeutigen Vorgaben zum Einbau derartiger Geräte ausspricht, wird es dieses Problem bei Übernachtungstouren immer geben und auch die Gesundheit des Fahrpersonals und die Verkehrssicherheit im Allgemeinen massiv gefährden.

Wer dann noch feststellt das dem Fahrpersonal nach den Vorschriften über Lenk – und Ruhezeiten ein Arbeitstag mit eingebauten „Pausen“ von 15 Stunden dreimal in der Arbeitswoche mit anschließend verkürzter Wochenruhezeit zugemutet wurde vom Gesetzgeber muss sich auch nicht wundern, wenn da mal eine Studie mit derart schlimmen Ergebnissen zu Tage gefördert wird. Dann packen wir nach diesem Arbeitsstundenaufwand noch die Stunden in der „Gummi – Bereiften – Sauna" anschließend hinzu, dann haben wir bestimmt schon die Gefahr das der nächste während der Fahrt einschlafen könnte, oder nicht?

Wir danken dem Kollegen aus für seine Anfrage. Er bemerkte das wir die einzigen bis jetzt gewesen sind die ihm eine Antwort zukommen gelassen haben. Das zeigt uns, dass wir als Fachgewerkschaft den richtigen Weg mit unserer Arbeit eingeschlagen haben.

Unsere Empfehlung:
Im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) in den § 3bis 6 geht es in vielerlei Hinsicht genau um unsere körperliche Unversehrtheit während der Arbeit. Als Gewerkschafter oder auch willkommene zukünftige Mitglieder bei uns solltet Ihr das dringend in Euren Beschwerden und Argumenten gegenüber Euren Arbeitgebern mit bedenken.

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