Wie geht das?

von Reinhard Aßmann (Kommentare: 0)

Gestern am 16.September 2020 befuhr meine Tochter um 08.50 Uhr die Landstraße von Stromberg kommend vom dortigen Ortsausgang in Richtung Beckum. Vor ihr war ein polnischer LKW (40 Tonner wie sie später an der Ampel sah MAN) im Leerzustand.

Was folgte war eine Lehrstunde für Gesetzesverstöße! Auch den ihr folgenden weiteren Verkehrsteilnehmer blieb nichts anderes übrig als die Fassung zu bewahren. Der „Kollege „aus Polen schaffte es in seinem Tatendrang gerade noch die Teilstrecken die mit 70 Km/ h ausgeschildert waren Ordnungsgemäß zu befahren. Danach begann der sportliche Teil!!!

Mit über 100 Km/ h zeigte, der MAN wozu er so in der Lage ist. Niemand konnte an dem Fahrzeug vorbei! An einer Ampel, die auf Rot geschaltet war, sah meine Tochter MAN – 460 Neufahrzeug!!! Steht bei uns auch auf dem Betriebshof wo auch Daimler stehen!

Wie kann es angehen das dieses Fahrzeug 100 Km/h auf einer Landstraße „vorlegte „ ? Von der Verantwortungslosigkeit einmal abgesehen?

Diese Fahrzeuge sind auf maximal 89 Km/h zu Begrenzen! Wer kontrolliert das eigentlich noch? Wie oft?

Wenn man mit bedenkt das diese offensichtlich manipulierten Fahrzeuge Zulassung verloren haben und damit auch ihren Versicherungsschutz kommt das in den Bereich der Kriminalität.

Wir als Fachgewerkschaft erwarten das die Kontrollbehörden mit entsprechendem Personal und auch aktuellster Technik ausgestattet werden um derartiges zu Verhindern.

Alle anderen Mitbewerber im Transportbereich werden doch ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen!

Der Hintergrund dieses Problems stellt sich wie folgt dar!

Die Vorgaben der Kontrolle der Geschwindigkeitsbegrenzer basieren auf der Richtlinie der EU -2000/30/EG und der Anpassung dieser Richtlinie durch die hinzugefügten Richtlinie 2003/26/EG. Erneuert und derzeit rechtsgültig durch die Richtlinie 2014/47/EG vom 3. April 2014.

Dort im Anhang II – Umfang der Technischen Unterwegs Kontrolle finden wir unter 7.10. die Anweisungen und Vorgehensweise zu Kontrolle der Geschwindigkeitsbegrenzer .

Für euch besteht beim Überschreiten der maximal erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 89 Km/ h folgendes persönliches Problem! Euer „Untersatz „ hat keine Straßenzulassung , keinen Versicherungsschutz , ihr handelt Vorsätzlich und haftet mit allem was ihr euer eigen nennt !

Solltet ihr feststellen das das Fahrzeug in dieser Hinsicht manipuliert ist weist euren Arbeitgeber daraufhin und verlangt vor der Abfahrt die Beseitigung dieses gravierenden Sicherheitsmangel! Jeder verantwortungsvolle Unternehmer wird euch für diesen Hinweis Dankbar sein.

Euch allen eine gute Heimkehr

Euer Reinhard Aßmann

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